Risikoabschätzung über FSME-Erkrankung durch Zeckenbisse in den Endemiegebieten

Quelle der Zahlen: RKI-Ratgeber Infektionskrankheiten – Merkblätter für Ärzte, Ausgabe vom 01.05.2004

(http://www.rki.de/cln_006/nn_225576/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber__Mbl__FSME.html)

 

Ereignis

Häufigkeit
in Prozent

Resultierendes Gesamtrisiko
 pro Zeckenstich
in Prozent
pessimistische Schätzung

FSME-Injektiösität der Zecken

1 - 5

5

Erkrankungshäufigkeit nach Biß von FSME-Infizierter Zecke

30

1,5

Beteiligung des Hirns und der Hirnhäute bei FSME-Erkrankung

10

0,15

Tödlicher Verlauf der FSME-bedingten Hirn- und Hirnhauterkrankungen

1 – 2

0,003

 

Die Wahrscheinlichkeit, nach einem Zeckenbiß in einem Endemiegebiet an einer FSME-Infektion zu sterben liegt bei 1 zu 33.333. Das tödliche Risiko ist neben der Infektiösität natürlich vor allem abhängig von dem Risiko, von Zecken gebissen zu werden.

 

Schwere Verläufe mit Hirnbeteiligung treten bei FSME-Erkrankung fast ausschließlich bei Erwachsenen auf.

 

Zur Virusvermehrung ist eine Umgebungstemperatur über 8° C Temperatur nötig, in einer Höhe über 1000 m kommen auch in Endemiegebieten keine Zecken vor.

 

Der FSME-Virus wird äußerst selten durch infizierte Milch von Schafen oder Ziegen, fast nie durch Kuhmilch übertragen.


Risiko der FSME-Impfung

Der Beipackzettel des in unserer Praxis verwandten FSME-Impfstoffs (FSME-Immun Erwachsene/Fa. Baxter) gibt folgendes Risiko an:

Erkrankung des Nervensystems: (Meningismus, Schwindel, Nervenentzündung): (sehr selten) kleiner als 1 zu 10.000.

Kopfschmerzen (häufig) zwischen 1 zu 100 und 1 zu 10.

 

Angabe des Impf/Erkrankuingsrisikos im Arzeneimittelkursbuch (http://www.arznei-telegramm.de/buch/kurs_01.php3): Risiko ernstzunehmender Komplikationen (Encephalitis, Krampfanfälle, Schmerzsyndrome,..) der FSME Impfung 1:5000 - FSME Risiko eines Zeckenbisses in einer Risikoregion : 1:2000).

 

Aufschlüsselung der Anerkennung von Impfschäden aller Art nach Impfart

Bundesgesundheitsbl – Gesundheitsforsch – Geschundheitsschutz 4.2002

(http://www.rki.de/cln_006/nn_326556/DE/Content/Infekt/Impfen/Bedeutungen/Nutzen/meyer__anerkannte,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/meyer_anerkannte)

In dieser Aufstellung ist nicht wiedergegeben, wie häufig diese Impfungen durchgeführt werden.

 

 

© Prager 06/06