Corona

Noch nie während unserer Berufsausübung hat es ein medizinisches Thema  geschafft, derart die Öffentlichkeit zu bestimmen. Aus der Idee heraus, gutes Management könne die Virusausbreitung im Wesentlichen beeinflussen, werden noch nie dagewesene Anstrengungen zur Virusbekämpfung mobilisiert.

Die Bedeutung und Wirksamkeit dieser Kampfmaßnahmen werden in der medizinischen Fachwelt quer durch alle Fachrichtungen kontrovers diskutiert. Beispielhaft für die wissenschaftliche Auseinandersetzung ist das  Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (EbM).

Die Forschergruppe Prof. Dr. med. Matthias Schrappe, Hedwig François-Kettner, Dr. med. Matthias Gruhl, Prof. Dr. jur. Dieter Hart, Franz Knieps, Prof. Dr. rer. pol. Philip Manow, Prof. Dr. phil. Holger Pfaff, Prof. Dr. med. Klaus Püschel und Prof. Dr. rer. nat. Gerd Glaeske hat substantielle Positionen zu gesundheitspolitischen Maßnahmen der Bundesregierung verfasst: Thesenpapier 6 zur Pandemie durch SARS-COV2 / COVID19 .

Zur Darlegung des behördlichen Umgangs mit der Infektionserkrankung können Sie die vielzitierten  Coronainfoseiten des RKI in der stets aktualisierten Version anschauen.

Das Bundesgesundheitsministerium hat mittlerweile eine Nationale Teststragegie enwickelt und damit einen Rahmen für Kostenverteilungsverhandlungen vorgegeben. In der Wirklichkeit scheint dieser Plan, zumindest in Hamburg, noch nicht angekommen zu sein.

 

Die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte lizensierten Antigenteste waren bisher nicht für uns lieferfähig. Leider beruhen die Angaben der Testgüte der CE-geprüften Testkits allein auf Selbstauskunft der Hersteller. Eine behördliche Überprüfung dieser Angaben ist in Europa bislang nicht durchgeführt worden. Das Vertrauen in die chinesischen Produzenten scheint grenzenlos.  Zudem besteht auch bei korrekten Zahlen das Dilemma, das im folgenden Text aus dem Deutschen Ärzteblatt ganz gut beschrieben ist:

Bei Anwendung der Eckwerte der jetzt gültigen Mindestkriterien für Antigentests – 70 % Sensibilität und 97 % Spezifität – würde bei einer beispielhaften Prävalenz von 3 % die Testung von 100 Personen zwei der drei Infizierten erfassen; ein Test wäre falsch negativ, drei falsch positiv. Der negative Vorhersagewert (richtig Negative dividiert durch alle negativen Ergebnisse) wäre mit 0,98 gut, ein negatives Ergebnis mithin eine recht sichere Sache. Der positive Vorhersagewert läge dagegen nur bei 0,4 – was die Forderung des RKI unterstreicht, dass ein positiver Antigentest grundsätzlich mittels PCR bestätigt werden muss. Ralf L. Schlenger (www.aerzteblatt.de/lit4420)

 
Eine große Sorge macht die rekordverdächtige Geschwindigkeit der Impfstoffproduktion. Schon bei dem letzten deutschen Inverkehrbringen eines neuen Impfstoffs ist trotz Nichtverstehen des Wirkprinzips zu eilig entschieden worden: Das erste Impfprogramm für Infizierte weltweit, gegen den Herpes-zoster gerichtet, erfordert einen Monat später Nachforschungen aufgrund von Hinweisen auf mögliche Schadwirkung (Warnaufruf des Paul-Ehrlich-Insituts zum Herpes-Zoster-Impfstoff Shingrix®)! Die Auswertung der eingeholten Meldungen wird nach Angaben der Studiengruppe noch Monate in Anspruch nehmen.
 
Welches Kommissionsmitglied hält dem immensen Erwartungsdruck stand, falls es geboten scheint, ein fortgeschrittenes Projekt nach Milliardeninvestitionen zu stoppen?
 
Das verdiente Mitglied und ehemalige Präsident unserer allgemeinmedizinischen Fachgesellschaft DEGAM, Prof. Dr. Michael Kochen hat aktuelle (17.11.20) Informationen zu den Coronaimpfstoffentwicklungsprojekten weltweit zusammengetragen.
 

 
Sollten Sie bei uns einen SARS-COV2-PCR-Virustest per Rachenabstrich erhalten haben, können Sie in etwa 24 Stunden nach dem Abstrich das Testergebnis abrufen, sofern Sie der Weitergabe des Befundes an die Corona-Warn-App zugestimmt haben.
Den Befund können Sie über die Website https://labfb.de abrufen:
 

Den Zeichencode des QR-Codes Ihres Befundes steht auf dem rosa  Laborschein unten rechts: