Corona

Noch nie während unserer Berufsausübung hat es ein medizinisches Thema  geschafft, derart die Öffentlichkeit zu bestimmen. Aus der Idee heraus, gutes Management könne die Virusausbreitung im Wesentlichen beeinflussen, werden noch nie dagewesene Anstrengungen zur Virusbekämpfung mobilisiert.

Die aktuell in Hamburg geltenden rechtlich bindenden Coronamaßnahmen werden von der Sozialbehörde veröffentlicht.

Die Bedeutung und Wirksamkeit dieser Kampfmaßnahmen werden in der medizinischen Fachwelt quer durch alle Fachrichtungen kontrovers diskutiert. Beispielhaft für die wissenschaftliche Auseinandersetzung ist das  Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (EbM).

Die interdisziplinäre Forschergruppe Prof. Dr. med. Matthias Schrappe, Hedwig François-Kettner, Dr. med. Matthias Gruhl, Prof. Dr. jur. Dieter Hart, Franz Knieps, Prof. Dr. rer. pol. Philip Manow, Prof. Dr. phil. Holger Pfaff, Prof. Dr. med. Klaus Püschel und Prof. Dr. rer. nat. Gerd Glaeske hat substantielle Positionen zu gesundheitspolitischen Maßnahmen der Bundesregierung verfasst: Thesenpapier 6 zur Pandemie durch SARS-COV2 / COVID19 . Eine Stellungnahme Christian Drostens zu diesem Papier können Sie auf den Seiten 14 und 15 des Manuskripts der 68. Folge seines NDR-Podcasts lesen.

Zur Darlegung des behördlichen Umgangs mit der Infektionserkrankung können Sie die vielzitierten  Coronainfoseiten des RKI in der stets aktualisierten Version anschauen.

Das Bundesgesundheitsministerium hat seit Mitte Oktober eine Nationale Teststragegie enwickelt.

Die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte lizensierten Antigenteste  sind auch für uns seit der 50. Kalenderwoche verfügbar. Mittlerweile testen wir uns in unserer Praxis regelmäßig. Auch in Pflegeheimen soll dieser auch ab 21.12.20 zweimal wöchentlich bei allen MitarbeiterInnen verbindlich durchgeführt werden. Leider beruhen die Angaben der Testgüte der CE-geprüften Testkits allein auf Selbstauskunft der Hersteller. Eine behördliche Überprüfung dieser Angaben ist in Europa bislang nicht durchgeführt worden. Das Vertrauen in die chinesischen Produzenten scheint grenzenlos.  Folgende Website gibt herstellerunabhängige Studien über die Testgüte wieder: https://diagnosticsglobalhealth.org/.

Zudem besteht auch bei korrekten Zahlen das Dilemma, das im folgenden Text aus dem Deutschen Ärzteblatt ganz gut beschrieben ist:

Bei Anwendung der Eckwerte der jetzt gültigen Mindestkriterien für Antigentests – 70 % Sensibilität und 97 % Spezifität – würde bei einer beispielhaften Prävalenz von 3 % die Testung von 100 Personen zwei der drei Infizierten erfassen; ein Test wäre falsch negativ, drei falsch positiv. Der negative Vorhersagewert (richtig Negative dividiert durch alle negativen Ergebnisse) wäre mit 0,98 gut, ein negatives Ergebnis mithin eine recht sichere Sache. Der positive Vorhersagewert läge dagegen nur bei 0,4 – was die Forderung des RKI unterstreicht, dass ein positiver Antigentest grundsätzlich mittels PCR bestätigt werden muss. Ralf L. Schlenger (www.aerzteblatt.de/lit4420).

Bislang ist kein Mitarbeiter aufgefallen durch versteckte Virus-Antigen-Positivität. Ob wir uns und den von uns versorgten Patienten damit einen Gefallen tun, können wir demnach nicht ermessen, die Tübinger Erfahrungen lassen jedoch auf einen schützenden Effekt hoffen.

Das Impfprogramm gegen SARS-COV2 wird in Hamburg derzeit für alle Hamburger ausschließlich zentral im Impfzentrum  an den Messehallen durchgeführt. Die Reihenfolge, in der geimpft wird, legt die Gesundheitsbehörde fest. Den jeweils aktualisierten Stand der Dinge kann hier abgerufen werden: https://www.hamburg.de/corona-impfung/. Eine Liste über die zur Verfügung stehenden Impfstoffe findet sich hier: Impfstoffliste des Paul-Ehrlich-Instituts.

Die Studie über Sicherheit und Effektivität des Biontech/Pfizer-Impfstoffs BNT162b2 erschien im ‚New England Journal of Medicine‘. Dort erschien auch dieses Abstract über bisherige Studienergebnisse des ebenfalls zugelassenen Moderna-Impfstoffs mRNA-1743.

Bei der Impfung wird dieser  Aufklärungsbogen vorgelegt.

Die Senioren, die nicht in Pflegeheimen wohnen, können für die Fahrt zum Impfzentrum einen Transportschein zur Kostenübernahme der Fahrtkosten durch die Krankenkasse bei uns erhalten, wenn eine Schwerbehinderung mit außergewöhnlichen Gehbehinderung oder ein Pflegegrad 3 bis 5 vorliegt (bei Pflegegrad 3 muß eine Begründung für Notwendigkeit attestiert werden). Diese Bescheinigung muss vorher ausgestellt werden. 

 

 
Sollten Sie bei uns einen SARS-COV2-PCR-Virustest per Rachenabstrich erhalten haben, können Sie in etwa 24 Stunden nach dem Abstrich das Testergebnis abrufen, sofern Sie der Weitergabe des Befundes an die Corona-Warn-App zugestimmt haben.
Den Befund können Sie über die Website https://labfb.de abrufen:
 

Den Zeichencode des QR-Codes Ihres Befundes steht auf dem rosa  Laborschein unten rechts:

 

Angehörige von Pflegeheimbewohnern können, falls die Einrichtungen nicht den vor Zutritt erforderlichen POC-Antigentest anbieten in den zwischenzeitlich eingerichteten Testzentrum erhalten. Für die Kostenübernahme durch die Stadt Hamburg ist eine Bescheinigung des Pflegeheims erforderlich.
Das Harburger Testzentrum befindet sich in der Schlachthofstraße 3 (hinterm Bauhaus-Baumarkt). Eine Anmeldung ist erforderlich, entweder telefonisch unter 0 40-4 28 28 4000 oder online.